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Die chinesische Ernährungstherapie ist eines der ältesten Therapieverfahren der TCM. Schon seit mindestens dem dritten Jahrhundert v.Chr. ist man sich bewusst, welche Auswirkung die Nahrung auf den menschlichen Körper hat. In dieser frühen Zeit wurde noch nicht zwischen Arznei – und Nahrungsmitteln unterschieden. Bei den Heilrezepturen konnte es sich genauso gut um Kochrezepte handeln. Erst im 7.Jahrhundert n.Chr. tauchte ein eigener Begriff für Ernährungstherapie auf: die Diätetik. Die Ernährung nach TCM ist typgerecht und zudem an die aktuelle Jahreszeit angepasst. Ihren grössten Stellenwert hat die Fünf-Elemente-Ernährung vor allem in der Vorbeugung und Gesunderhaltung des Menschen. Da Nahrungsmittel von innen in den Energieverlauf des Körpers eingreifen, sind sie auch eine sinnvolle und manchmal notwendige Ergänzung der Behandlung. Chinesen stellen sich vor, dass Nahrungsmittel wie auch Heilkräuter eines der fünf Temperamente besitzen: kalt, kühl, neutral, warm oder heiss. Ausschlaggebend für diese Auffassung ist die eigene Erfahrung mit Speisen und Getränken. Eine Chillischote verursacht ein heisses Gefühl im Körper und treibt den Schweiss auf die Stirn. (Nach modernem Medizinverständnis bewirken Chillies eine Beschleunigung der physiologischen Prozesse.) Ein Joghurt hingegen hat ein kaltes Temperament, man hat das Gefühl, er rutsche vom Magen direkt in den Darm und verbreite von dort aus seine kühlende Wirkung. (Er führt zu einer Verlangsamung der physiologischen Prozesse.) Ein Nahrungsmittel kann verschiedene Wirkrichtungen im Körper annehmen. Es kann die Körperenergie Qi heben, senken oder schweben lassen. Und es kann an der Oberfläche oder in der Tiefe wirksam sein. Chillies wirken steigend und an der Oberfläche, deshalb tritt uns der Schweiss auf die Stirn. Emporhebend wirken auch Frühlingszwiebeln und Knoblauch.
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