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Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein über Jahrtausende entwickeltes Diagnose- und Behandlungssystem. Es verbindet Elemente des Konfuzianismus, des Buddhismus und des Taoismus. Zur TCM gehören besondere Diagnosemethoden (etwa Zungen- oder Pulsdiagnose), spezielleArzneimittel, die aus Blüten, Rinden, Wurzeln und aus tierischen oder mineralischen Substanzen hergestellt werden, sowie verschiedene Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Moxibustion (Variante der Akupunktur), Massagen (etwa Akupressur und Tuina-Massage), Bewegungsmeditation (etwa Qi Gong, Tai Chi Chuan) und eine traditionelle Ernährungslehre(Ernährung nach den fünf Elementen). Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin sind die Vorstellung vom Tao (das große Ganze), die Lehren von Yin und Yang und der Lebensenergie Qi (auch "Chi", "ch'i") sowie die Lehre von den fünf Elementen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser), die bestimmten Wandlungsphasen unterliegen. Wandel und Veränderung werden in der TCM traditionell als Ausdruck der inneren Gesetzmäßigkeiten der Natur, des Tao, gewertet. Das Tao erzeugt zwischen den beiden konträren Kräften Yin und Yang ein Spannungsfeld, das die Lebensenergie Qi hervorbringt. Diese durchfließt den Körper auf bestimmten Leitbahnen, den so genannten Meridianen Die westliche, naturwissenschaftlich begründete Medizin ist eine somatische, auf Ursachen bezogene Wissenschaft. Der Hintergrund ist ein mechanisches Modell des Körpers, der als etwas Gegenständliches, Stoffliches, Materielles gesehen wird. Kranksein ist mit messbaren Veränderungen verknüpft und wird als Fehlfunktion von physikalisch-chemischen und biologischen Mechanismen angesehen. Die so genannte Schulmedizin versucht demzufolge Symptome zu analysieren, die Ursachen von Krankheiten zu ergründen (Pathogenese, Diagnose) und schließlich zu beseitigen (Therapie). Die chinesische Medizin ist dagegen eine funktionale Wissenschaft. Bei ihr stehen lebendige Abläufe, Lebensfunktionen, biologisches und psychisches Geschehen im Mittelpunkt. Sie versteht den Menschen als energetisches Gefüge. Nach chinesischer Vorstellung ist Krankheit nicht das Endprodukt einer Ursachenkette oder der Defekt eines einzelnen Organs oder Körperteils, sondern eine Störung oder Blockade der Lebensenergie. Ziel der TCM ist daher die Anregung der körpereigenen Regulationsfähigkeit des Energiehaushaltes.
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