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Die Akupunktur ist die bekannteste Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin in Europa. Mit feinen Einwegnadeln punktiert der Arzt auf den Energieleitbahnen (12 Hauptmeridianen) die entsprechenden Punkte, welche er sorgfältig ertastet. Insgesamt sind ca. 360 klassische Akupunkturpunkte bekannt. Entscheidend ist, ob der Arzt Energie (Qi) zuführen oder entziehen möchte ob er anzuregen oder zu beruhigen wünscht. Durch bestimmte Nadeltechniken (Lage, Tiefe, Dauer, Art der Stimulation) erreicht der Arzt die gewünschte ausgleichende Wirkung im Körper. So wirkt z.B. eine im Verlauf des Meridians gesetzte Nadel anregend, in der Gegenrichtung jedoch beruhigend. Will der Arzt Energie belassen, zieht er die Nadel rasch heraus. Möchte der Arzt Energie entziehen, wird er sie langsam herausziehen. Oft wird bei der Akupunktur zur Verstärkung der Wirkung unterstützend die Moxibustion angewandt. Dabei handelt es sich um eine klassische Methode, die sich insbesondere gegen Schwäche und Erschöpfung bewährt hat. Die Moxibustion wird bereits im Standardwerk der TCM, dem “gelben Kaiser” erwähnt und bei schwacher Konstitution sowie Erkrankungen durch Kälte und Feuchtigkeit empfohlen. Der Kräuterstängel wird entzündet und über den Akupunkturpunkten, teilweise auf die Nadeln gesteckt, abgebrannt. Durch die Wärme wird die heilende Wirkung in den Körper geleitet. Auch auf Ingwer oder Knoblauchscheiben abgebrannte Moxa-Kegel werden verwendet.
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